Jana Hensel: Keinland

Das Private ist das Politische: „Meinland, Deinland, Keinland“, heißt es an einer Stelle in Jana Hensels neuem Roman, der von Verlusten und den Ängsten davor geprägt wird. Neben der Liebe ist Nadja und Martin vor allem eines abhandengekommen: ihre gegenseitige Identifikation mit sich selbst, ihre gemeinsam und doch so verschiedene Erinnerung an das Land, von…

Jörg-Uwe Albig: Eine Liebe in der Steppe

Kunst unterliegt keinen Verboten. Alles ist erlaubt, wenn sich die verflüssigende Kraft der Phantasie über die starre Logik des Denkens erhebt. Dann kann es natürlich passieren, dass sich Gregor, Mitarbeiter in der Fossiliensammlung eines ostdeutschen Provinzmuseums, in ein Gebäude verliebt, dem er den Namen „Madeleine“ verleiht: Eine regelrechte amour fou, die über bloße Bewunderung hinausgeht,…

Theresia Enzensberger: Blaupause

Historische Landschaften werden im literarischen Kontext niemals nur rein zufällig feilgeboten. Denn bestenfalls entsprechen sie genau der Blaupause, die Theresia Enzensbergers gleichnamiger Debütroman zu forcieren imstande ist: Die Vergangenheit hält uns den geeigneten Spiegel vor, ohne den man die Muster der eigenen Gegenwart wesentlich ungenauer durchmessen könnte. So geht auch die hier literarisch betriebene Tuchfühlung…

Bodo Kirchhoff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Überall Kreuzfahrten, nichts als Kreuzfahrten. Nun hat auch ihre literarische Aushöhlung eingesetzt. Zum Glück mit kritischer Perspektivierung, obwohl es der Buchpreisträger Bodo Kirchhoff nicht lassen konnte, ihr ein schmonzettenhaftes Happy End zu bescheren. Was bleibt einem letztlich als Autor übrig, wenn man sich wissentlich in die selbstironische Durchforstung seines Schreibens stürzt? Denn die Einladung zu…

Ilija Trojanow: Nach der Flucht

Ilija Trojanow setzt der Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung ein literarisches Denkmal. Der autobiographisch gefärbte Text Nach der Flucht artikuliert nicht nur die Erfahrungen eines kosmopolitisch agierenden Autors, sondern spricht in den beinahe zweihundert kleinen Absätzen all denen aus der Seele, deren Worte noch nicht in dieser Eindringlichkeit gehört werden konnten. Denn das vollumfänglich Vereinnahmende…

Lucas Vogelsang: Heimaterde

Heimat ist Kitsch; zu viel der Sehnsüchte, falschen Hoffnungen und nicht eingelösten Rückkehrambitionen. Wenn Heimat glücklicherweise nicht mehr als Raum, so doch wenigstens als Perspektive begriffen werden könnte, bleibt dennoch die Frage offen, was einen dann dazu bewegt, sich heimisch zu fühlen. Der schon lange zurecht in Misskredit geratene Begriff sollte eben nicht als Geographie,…

Husch Josten: Hier sind Drachen

Dieser Roman will vieles sein: Im Kern eine literarische Erörterung über die Macht des Zufalls, an der Oberfläche ein Beziehungsratgeber für narzisstische Jetsetter, zwischen den Zeilen einige Kritik am Überwachungsstaat und dem Versuch einer Terroranalyse, manchmal ein kulturgeschichtliches Kompendium gepaart mit einem Proseminar zur Einführung in die Erzähltheorie. Nicht unbescheiden für gerade mal 160 dicht…

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern

Eine Gretchenfrage im derzeitigen literarischen Leben zielt auf den richtigen Umgang mit Migrations- und Fluchtliteratur ab. Was auch von ihren jeweiligen Zielsetzungen und verschiedenen Ausgestaltungen ausgeht, sie alle schärfen zumindest ein Stück weit unser Verständnis der sich verschiebenden Lebenswirklichkeiten der Geflüchteten. Es wird einmal mehr offenbar, dass sich die Hoffnungen junger Menschen im Nahen Osten…

Feridun Zaimoglu: Evangelio

Natürlich ist es kein Zufall, dass jetzt im Jubiläumsjahr der Reformation auch Martin Luther selbst auf die bunte Spielwiese literarischer Interessen tritt. Kalkül oder keins, Marktkonformität hin oder her, die Freiheit der Kunst gebietet’s schlichtweg. Und ja, im ersten Moment, wenn man Feridun Zaimoglus sogenannten Luther-Roman Evangelio zur Hand nimmt, den reizvoll gestalteten Umschlag bewundert…

Jens Eisel: Bevor es hell wird

Lakonische Ausdrucksformen, die Beschränkung aufs Wesentliche und im Mittelpunkt ein mundfauler Held. Diese und andere Attribute der Verknappung stellen Jens Eisel und seinen Debütroman Bevor es hell wird in eine unverkennbar angloamerikanische Tradition des Erzählens. Ähnlich des großen Heroen Hemingway spielen auch bei Eisel die männlichen Stereotype eine besondere Rolle, auch wenn ihre Angriffsflächen und…

Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo

Matuschek ist ein moderner Taugenichts. Kein intellektueller Müßiggänger, sondern einer, in dessen Horizont die Taubenzucht, das Angeln und Biertrinken ganz obenan stehen. Der Gradmesser seiner Persönlichkeit erschöpft sich in klar strukturierten und immer wiederkehrenden Mustern. Jemand, der sein Glück im Kleinen sucht: „Die Tage unterscheiden sich nicht. Sie wechseln einander nur ab.“ Dementsprechend gestalten sich…

Ada Dorian: Betrunkene Bäume

Die Veröffentlichung von Ada Dorians Debütroman Betrunkene Bäume glich einer Inszenierung. Ihr Buch stand regelrecht Pate für den werbeträchtigen Start eines neuen Imprints im Ullstein-Verlag, das sich auf jüngere, deutschsprachige Gegenwartsliteratur fokussieren möchte. Im Bereich der sozialen Medien wurde dazu im Blog- und Videoformat nahezu alles eifrig hinausposaunt, was nicht niet- und nagelfest schien. Auch…

Anne Weber: Kirio

Kirio – das ist ein modernes Märchen, dem ein zutiefst karnevalesker Zug eingeschrieben ist. Sein intern gelagertes Ironiebestreben wird jedoch niemals vollständig offengelegt. Man meint es mit den Dingen hier geradezu bierernst und initiiert somit eine doppelt gebrochene Ebene zum Erzählten. Diese wunderbar paradoxale Haltung ist etwa aus dem Film Die fabelhafte Welt der Amélie…

Tijan Sila: Tierchen unlimited

Von der ersten Zeile an sieht man sich der durchdringenden Härte der Sprache Tijan Silas ausgesetzt. Ihre eigenwillige Kontur ist derb, atemlos, nahezu brutal. Sein Debütroman Tierchen unlimited setzt folgerichtig auch mit einer rasanten Fluchtbewegung ein. Einer Flucht vor einem wahnwitzigen, prügelnden Neonazi, der es auf den Ich-Erzähler, seines Zeichens bosnischer Herkunft, abgesehen hat, nachdem dieser die…

Martin Walser: Statt etwas oder Der letzte Rank

Schreiben, überhaupt Kunst zu treiben, gilt schon seit Ewigkeiten als Versuchung. Mit dem Stift in der Hand bewältigen wir die Bürde der Endlichkeit, treiben diesen Prozess in vermessene Höhen und wagen den Ausgriff aufs Unbeschränkte. Die Ausgestaltung der eigenen Unzulänglichkeit entspricht also einem Verlangen, den Bewusstseinszustand der Enge zu überwinden. Der Baum des Lebens bedient…

Fatma Aydemir: Ellbogen

Über Fatma Aydemirs Debütroman Ellbogen rumorte es schon lange im Vorfeld der Veröffentlichung. Nicht wenige, nicht unerhebliche Stimmen hatten bereits eine literarische Sensation verkündet und verabsolutierte Leseempfehlungen ausgesprochen. Doch das kollektive Einvernehmen der Kritik sollte den geneigten Leser erst einmal in Habachtstellung versetzen. Grund genug also, sich an das hochgelobte Buch mit der genau entgegengesetzten…

Heike-Melba Fendel: Zehn Tage im Februar

Welche Versprechen gehen von einem Roman aus, der in sogenannten Leitmedien wie FAZ und Deutschlandfunk bereits wohlwollend aufgenommen wurde? In erster Linie sollten das die Wahrung des inhaltlichen Anspruchs und die Einhaltung einer gewissen literarischen Form sein. Beides wird in Heike-Melba Fendels Berlinale-Roman Zehn Tage im Februar nicht nur aufs Allerbitterste enttäuscht, sondern ist an…

Andreas Baum: Wir waren die neue Zeit

Die Berliner Mietskaserne aus der Gründerzeit ist ein eigener Mikrokosmos. Das Ensemble aus Vorderhaus, Innenhof, Seitenflügel, Quergebäude, Remise, Kohlekeller und stillem Örtchen auf halber Treppe beruht auf einem Charme, der je nach Renovierungsgrad etwas mehr als nur Edelrost versprühen kann. Eine fast schon vergessene Renaissance erfuhr diese unkonventionelle Wohnweise als politische Lebensform noch einmal zur…

Navid Kermani: Sozusagen Paris

Nicht schon wieder eine Liebesgeschichte könnte man meinen. Doch wenn Navid Kermani in seinem neuen Roman Sozusagen Paris das Keimen, Blühen und Verwelken des wohl menschlichsten aller Gefühle verhandelt, wirkt das erstaunlich weniger verkitscht als es der Titel vermuten ließe. Denn das scheinbar Irrationale wird mit rationalen Mitteln, d. h. mit nichts weniger als nüchternen Worten…

Botho Strauß: Oniritti Höhlenbilder

In Platons Politeia stößt man auf das Bild des „megala panta episphale“. Je nach Übersetzungswillkür stünde alles Große entweder „im Sturm“ oder wäre „vom Sturz“ bedroht. Und genau innerhalb der Kippfigur aus Stürmen und Stürzen oszillieren die Texte aus Oniritti. Das sind Traumlandschaften aus der nicht müde gewordenen Feder des altgedienten Stücke- und Prosaschreibers Botho Strauß. Größtenteils…

Gisela von Wysocki: Wiesengrund

Nachdem vor wenigen Jahren Sibylle Lewitscharoffs zugegeben märchenhaft, aber doch feinfühlig inszenierte Begegnung mit dem Philosophen Hans Blumenberg begierig gelesen wurde, fühlte sich das alles ganz und gar richtig an. In ausgetüftelter Form und metaphorisch klangvollem Ambiente wurde der große Blumenberg mit einem Geniestreich plötzlich Teil einer modernen Fabel. In diesem Gefolge und doch auf…

Marlene Streeruwitz: Yseut.

Yseut. – so heißt der neue Roman der Österreicherin Marlene Streeruwitz; und zwar mit einem zunächst unauffälligen Punkt am Ende seines Titels. Eine durchaus zierliche Interpunktion, die, bedenkt man jedoch ihre exponierte und dadurch ungewöhnliche Position, bereits zu Beginn den Austritt aus einer formelhaften Gefangenheit markiert. Sich gegen Konventionen stellen, aufbegehren und Festgeschriebenes hinterfragen, das…

Christoph Ransmayr: Cox oder Der Lauf der Zeit

Der schon lange mit äußerst veritabler Schreibroutine auftretende Christoph Ransmayr widmet sich zeit seines Schaffens einem besonderen Literaturgenre. Als Autor von historischen Romanen erzählt er jedoch nie nur über einen geschichtlich interessanten Gegenstand, sondern Ransmayr definiert sein Sujet stets aus der Gegenwart heraus. Der historisch unterwanderte Eingriff seziert demnach nicht ausschließlich Gewesenes, sondern öffnet die…

Roman Graf: Mädchen für Morris

Literatur ist selbstexplikativ. Sie führt ihren Gegenstand bereits in der Gestaltung mit sich. Wenn sie mit realen Mitteln gleichsam imaginäre Geschichten erschaffen kann, dann bezieht sie sich immer wieder auf sich selbst zurück. Literatur ist also das nie endende Wechselspiel zwischen Faktizität und Fiktion, das im Besonderen auf biographische Schilderungen zutrifft. Sie sind Dichtung und…

David Wagner: Ein Zimmer im Hotel

Spätestens nach der Lektüre dieses wohlausgestatteten Buches weiß man: Hotelzimmer ähneln Kuriositätenkabinetten irgendwo zwischen dem funktionsaffinen Charme eines Baumarkts und dem Prunk venezianischer Paläste. Es gibt hier eigentlich nichts, was es nicht gibt; hervorgewühlt und festgehalten in Häusern zwischen Kirchzarten und Neuruppin, aber auch in Metropolen wie Teheran, Kairo und Peking. David Wagner hat in…

Sonja Harter: Weißblende

Ein Roman, der ein Licht ohne Schatten wirft. Die Bekenntnisse der jungen Matilda durchleuchten den wolkigen Bereich aus körperlichem wie auch seelischem Verlangen nach Nähe und gleichzeitig das Machtgefüge derer, die solche Bedürfnisse schamlos ausnutzen wollen. Weißblende, soeben im Luftschacht Verlag erschienen, ist das erschreckend freiheraus agierende Debüt der Wiener Autorin Sonja Harter, die den…

Eugen Ruge: Follower

Zugegeben, die in Aussicht gestellten Möglichkeiten von gezüchtetem Gewebe aus dem Reagenzglas werden einmal viele Probleme lösen können. Eine Welt, die dann aber makaber gesagt nicht mehr zwischen dem Erbrochenen eines XXL-Burgers und dem Fötus einer Fehlgeburt unterscheidet, wirft zweifelsohne Fragen auf. Warum also technischer Fortschritt stets in eine Diskussion um Wert und Unwert des Lebens…

Philipp Winkler: Hool

Ist das die Neue Deutsche Härte der Literatur? Zumindest hat die Wiedereinsetzung der literarischen Ästhetisierung von Gewalt gewisse Fahrt aufgenommen. Weit außerhalb des Fußballstadions in abgewrackten Industriebrachen stehen sich verfeindete Hooligangruppen, kurz Hools, gegenüber. Gleich geht das sogenannte „Match“ los, bei dem nur noch der Stärkere gewinnen kann. „Ich stecke mir den Zahnschutz in den…

Anna Weidenholzer: Weshalb die Herren Seesterne tragen

Eine Maßgabe polarisierender Literatur könnte das lektürebegleitende Hervorrufen widersprechender Emotionen sein. Wenn sich im Andrang von Seligkeit eine zugleich unbestimmte Form von Skepsis einstellt, so wäre das ein verlässlicher Vorbote für einen diskussionswürdigen Roman. Ob diese durchaus verhandelbare Richtschnur auch für Weshalb die Herren Seesterne tragen gilt, scheint nicht ganz offen zu liegen. Denn der…

Peter Richter: Dresden revisited

„Es waren die Jahre 1990 ff., als das mit der Heimat schwierig wurde.“ Dem „Fall Dresden“ hat sich Peter Richter, derzeit Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York, angenähert. Nach dem erfolgreichen Wenderoman 89/90 letztes Jahr liegt nun sein vielleicht persönlichstes Buch vor. Der Essay Dresden revisited, vor kurzem bei Luchterhand aufgelegt, erkundet Heimat im Sinne…

Dagmar Leupold: Die Witwen

Vier Damen und ihr männlicher Chauffeur erleiden „Schiffbruch“ in den Vogesen: Eine Fahrzeugpanne, fehlender Mobilfunk und keine weitere Menschenseele in Sicht. Die einen nennen es Zufall, manch andere schon Schicksal. Dagmar Leupolds neues Buch Die Witwen, erschienen bei Jung und Jung, gibt eine Marschrichtung vor, warum wir manchmal auf das Leben zurückgeworfen werden müssen, um…

Teresa Präauer: Oh Schimmi

Einer der großen Stilisten deutscher Nachkriegsliteratur, Arno Schmidt, könnte im Jahr 2016 vielleicht geschrieben haben: „Siebzehntausend Messages / auf meinem schönem Gadget, yes! Wischtige Mentschen woll’n was von mir, sie woll’n was von mir. Das ist sexy!“ Mit Losungen wie dieser hat sich nun auch Teresa Präauer auf die Pfade sprachlicher Grenzauslotung begeben. Die österreichische…

Jasmin Ramadan: Hotel Jasmin

Einem größeren Publikum ist Jasmin Ramadan noch durch ihr Buch Soul Kitchen bekannt. Die literarische Ergänzung zu Fatih Akins gleichnamigem Film wurde ebenso wie ihre letzten zwei Romane überwiegend begeistert aufgenommen. Die ihr attestierten Lobpreisungen aus Witz, Charme und einer Prise Rasanz schreiben sich ebenso in der neuesten Veröffentlichung Hotel Jasmin fort; erschienen bei Tropen…

Dmitrij Kapitelman: Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters

Ein moderner Wanderer zwischen den Welten: Dmitrij Kapitelman stammt aus der Ukraine, hat eine moldawische Mutter, väterlicherseits jüdische Wurzeln und ist im plattenbauverhangenen Leipzig-Grünau aufgewachsen. Mittlerweile in Berlin gelandet, lebt der Dreißigjährige als freier Journalist und Musiker. Das jetzt bei Hanser Berlin erschienene Buch Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters ist kein Roman, sondern die überaus…

Paula Fürstenberg: Familie der geflügelten Tiger

Familienromane liegen eigentlich immer im Trend. Und seit den gewichtigen Beiträgen von Uwe Tellkamp und Eugen Ruge erstaunt auch der vielerorts attestierte Nachholbedarf einer literarischen Aufarbeitung des familiären Milieus der DDR nicht mehr. Wenn sogar schon so manche Fernsehanstalt (z.B. mit der überaus sehenswerten Serie Weißensee) zu dieser Einsicht vorgedrungen ist, sollte man sich trotzdem…

Andreas Maier: Der Kreis

Das Anekdotische vorweg: Andreas Maier war einmal zu Gast in Berlin und las dort einen Teil seiner Kolumnen aus der Zeitschrift Volltext vor. Diese sind dann kurze Zeit später als Onkel J. mit dem Untertitel Heimatkunde in Buchform erschienen und bilden im Grunde genommen das Fundament seines weiteren Schreibens. Die damalige Szenerie in den Räumen…

Tilman Rammstedt: Morgen mehr

Zu Beginn des Jahres startete ein Experiment: Ein scheibchenweise angelegter Fortsetzungsroman im Internet. Ziemlich innovativ von Autor und/oder Verlag eingefädelt, wenn man potentielle Leser schon in den Entstehungsvorgang eines Buches einbindet. Denn wir alle können im Rahmen einer verhältnismäßig klug initiierten Maschinerie selbst zu Teilen der Schreibwerkstatt werden. Das Ins-Werk-Setzen eines Romans ist jetzt immer…